Scheibenberg

Welterbe erleben – Exkursion in Annaberg-Buchholz

Am 27. April fand die diesjährige Welterbe-Exkursion für Lehrkräfte statt. Ziel unserer landesweiten Lehrerfortbildung war diesmal Annaberg-Buchholz. Über 40 Lehrer nahmen teil und zeigten sich begeistert davon, wie lebendig und praxisnah Welterbe heute vermittelt werden kann.  Start- und Endpunkt der Exkursion war der Frohnauer Hammer. Bei einer Führung durch das Museum und entlang der Sehma wurde schnell deutlich, welche zentrale Rolle der Hammer in der Geschichte der Stadt und der gesamten Montanregion spielte und was ihn heute so besuchenswert macht. Anschließend erlebten die Teilnehmenden bei einer Stadtführung durch die historische Altstadt von Annaberg-Buchholz, wie eng Stadtentwicklung, Wohlstand und Bergbau miteinander verbunden waren – und wie dieses Erbe das Stadtbild bis heute prägt. Wir boten auch ein Einblick in die Bildungsarbeit des Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V. Dabei erfuhren die Lehrkräfte, wie sich die außerschulischen Lernorte der Montanregion sinnvoll, abwechslungsreich und lehrplannah in den Unterricht integrieren lassen. Mit einer Wanderung durch den Buchholzer Wald erlebten die Pädagogen schließlich noch eine ganz andere Facette des Welterbes. Auf dem Bergbaulehrpfad entlang der Pingen- und Haldenlandschaft wurde besonders deutlich, wie eng Natur, Landschaft und Industriegeschichte miteinander verwoben sind. Das Feedback der Teilnehmenden war einstimmig: Welterbe ist kein abstrakter Begriff, sondern ein lebendiger Lernort. Es schafft Identität, verbindet regionale Geschichte mit globaler Bedeutung und lädt dazu ein, das eigene kulturelle Erbe neu zu entdecken.  Auch im Lehrplan bietet Welterbe zahlreiche Anknüpfungspunkte – über verschiedene Altersklassen, Schulformen und Fachbereiche hinweg. Damit wird Welterbe zu einem wertvollen Bildungsort für nachhaltiges Lernen und gelebte Regionalgeschichte.

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