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Intensiver Austausch zu neusten Vermittlungsansätzen: Erfolgreiche Fachtagung „World Heritage Education“

Wie gelingt Kulturvermittlung im Zeitalter der Digitalisierung? Dieser Frage stellten sich am Freitag, 7. November, Expertinnen und Experten bei der 16. Arbeitskreistagung „World Heritage Education“ im UNESCO-Welterbe Kloster Maulbronn. Unter dem Motto „Welterbe im Spannungsfeld zwischen analoger und digitaler Vermittlung“ diskutierten die Teilnehmenden aktuelle Ansätze und Projekte, die zeitgemäße Zugänge zum kulturellen Erbe ermöglich. Der intensive Austausch zeigte deutlich, wie vielgestaltig die Wege der Vermittlung heute sind. Kloster Maulbronn inspirierte mit seinem interaktiven Führungsprogramm und dem erst vor wenigen Monaten eröffneten Angebot „Pssst...! Die junge Klosterwelt“. Vielfältige Impulse Im Zentrum des interdisziplinären Austauschs stand die Frage, wie sich analoge und digitale Methoden geschickt und gezielt verbinden lassen, um das kulturelle Erbe der UNESCO auf zeitgemäße Weise zu vermitteln. Fachvorträge zeigten dabei Chancen und Musterbeispiele auf, in Workshops setzten sich die Teilnehmenden mit konkreten Projekten und neuen Ideen auseinander. Die Gastgeber der Tagung, die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, stellten das Vermittlungsangebot des Klosters Maulbronn vor. Besonderen Anklang fand der anschließende Workshop „Korbflechten wie die Mönche“, bei dem die Teilnehmenden das Angebot ausprobieren konnten. „Der Arbeitskreis ist ein wichtiges Forum, um sich über innovative Formen der Vermittlung auszutauschen und untereinander zu vernetzen“, betonte Patricia Alberth, Geschäftsführerin der Staatlichen Schlösser und Gärten.  Das Kloster als Vorbild für lebendige Kulturvermittlung Ein weiteres Highlight folgte gegen Ende der Tagung: Bei einer Führung durch das Kloster präsentierte Alexandra Müller, Leiterin der Klosterverwaltung, mit Gerhard Keitel, Ephorus des Evangelischen Seminars Maulbronn, und Gästeführerin Annika Keybach das innovative Konzept von „Pssst…! Die junge Klosterwelt“. Der eigens für Kinder und Jugendliche eingerichtete Bereich im ehemaligen Kameralamt lässt die jungen Besucherinnen und Besucher in die Rolle von Novizen schlüpfen und sie so auf innovative und altersgerechte Art die Geschichte des Klosters entdecken. An zahlreichen interaktiven Stationen erarbeiten sie sich spielerisch die Welt der Zisterzienser. Die Rückmeldungen zur Tagung waren durchweg positiv: Die Mischung aus wissenschaftlichem Austausch, praxisnahen Beispielen und persönlichem Dialog ist ein wichtiger Beitrag für die Weiterentwicklung der Welterbevermittlung. Austausch mit Tradition Die Fachtagung des Arbeitskreises „World Heritage Education“ fand in diesem Jahr bereits zum 16. Mal statt. Veranstaltet und geleitet wurde er von Dr. Larissa Eikermann, Prodekanin der Universität Paderborn, und Prof. Dr. Peter Dippon von der Internationalen Hochschule in Stuttgart – in enger Zusammenarbeit mit der Informationsstelle Welterbe der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK). Traditionell finden die Tagungen des Arbeitskreises an Hochschulen oder an Bildungs- und Informationszentren von Welterbestätten statt. Das Kloster Maulbronn, seit 1993 Teil des UNESCO-Welterbes, bot in diesem Jahr den Rahmen für die Veranstaltung. Quelle: Presse- und Medienservice der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg Kontakt: Kloster Maulbronn; info@kloster-maulbronn.de Foto: Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Jürgen Franke, Kloster Maulbronn, 2025

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